Chur

Was ich bisher über Chur wusste

  • Es liegt im Bündnerland…
  • Es ist der Hauptort des Kantons Graubünden
  • .. und das war’s dann eigentlich auch schon…
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Beim Hauptbahnhof in Chur sieht man oberhalb der Rolltreppe dieses Kunstwerk. Die Schweiz und das Bündnerland haben, wenn man es richtig dreht und wendet, beinahe die selbe Form

Was ich bei meinen Recherchen herausgefunden habe

  • In meinem Umfeld fanden einige Personen, Chur sei nicht besonders schön oder sehenswert (Aha! das nimmt mich jetzt natürlich wunder, ob dem wirklich so ist)
  • Chur hat einen tollen Hausberg, den Brambrüesch (ein Zungenbrecher), mitten aus der Stadt in wenigen Minuten hoch auf den Berg
  • Der Rhein fliesst durch Chur (das hatten wir bestimmt einmal in Geografie)
  • Chur ist Ausgangspunkt für die weltbekannte Bahnstrecke des Bernina Expresses, welche bis nach Tirano führt
  • Der Oscarpreisträger H. R. Giger (Alien) ist in Chur geboren
  • Und die Stadt hat eine der grössten Dichten an Restaurants in der Schweiz. Das hört sich auf alle Fälle gar nicht so schlecht an
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Der Sitz der rhätischen Bahn in Chur. Die Bahn wurde aber nicht durch einen Schweizer gegründet.

Von Bergün nach Chur ohne Sitzplatzreservation

Sarah und ich haben die letzten zwei Tage im schönen Bergdorf Bergün verbracht. Dies ist nur ca. 1 Stunde mit dem Zug von Chur entfernt und bei der Fahrt passiert man eine Teilstrecke der wunderschönen Bernina- Strecke, unter anderem geht’s über’s Landwasserviadukt. Was wir dabei gelernt haben; NIE ohne Reservation in den – sagen wir mal – Glacier Express einsteigen… Wenn man Glück hat (so wie wir) wird man nicht gleich bei der nächsten Haltestelle rausgeworfen, sondern darf sich dann ganz unauffällig im Bistro-Wagen rumdrücken. Und sich darüber amüsieren, wie ein Kellner einem ganzen Zugabteil voller Asiaten beibringt, wie man Rivella richtig ausspricht. Wie ein Dirigent; „Ri-ve-llllla!!!!“ 🙂  Und, dass man Heineken auf der ganzen Welt trinken kann, aber ein Calanda-Bräu eben nicht..

Stadtrundgang am Nationalfeiertag

Heute ist der 1. August. Zu unserem Glück wird trotzdem eine öffentliche Stadtführung angeboten. Und die Stadt scheint beinahe ausgestorben zu sein. Es ist aber – wie gewohnt- auch wieder sehr warm. Und schade, aufgrund der grossen Trockenheit wurde auch in Chur das abendliche Feuerwerk abgesagt.

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Chur also sehr schön 🙂
  • Wie bereits in Bergün begegnen wir auch in Chur wieder der Kunst des Sgraffitos. Dies ist eine spezielle Ritz-Technik, wie Häuserfassaden im ganzen Engadin verziert werden.
  • Chur war in früheren Zeiten ein wichtiger Umschlagsplatz, um Waren über die Alpenpässe zu transportieren. Es gab nur eine einzige Strasse, die den Durchgang gewährte

Die Kathedrale und die St. Martins Kirche

Die St. Martins Kirche trohnt über der Stadt und eignet sich bestens als Fotomotiv. Die Kathedrale St. Maria Himmelfahrt ist tatsächlich schief, wenn man darin steht, geht es nicht in einer geraden Linie nach hinten, sondern leicht gebogen. Dies, weil während dem Bau beschlossen wurde, diese noch etwas grösser zu bauen. Allerdings hat das Gelände Grenzen gesetzt. Die Bauherren wussten sich zu helfen und haben einfach die Richtung ein wenig angepasst..

Übrige Impressionen

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Arcas Platz

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Wir haben noch zig Sehenswürdigkeiten entdeckt und erklärt bekommen, aber zu viele, um alle zu erwähne. Einfach am besten selber mal machen 🙂

Und das Tolle bei den Bündern..

Es gibt nach jeder Führung immer was zu Essen und zu Trinken 🙂 Schon in Bergün gab’s im Anschluss an den Dorfrundgang ein Glässchen Wein und „Birebrot“. Und auch in Chur lässt man sich nicht lumpen. Ebenfalls wieder das Birebrot und ein Schluck vom leckern, aber süssen „Churer-Röteli.

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Höflibeiz- der temporäre Geheimtipp!!

Und immer die Suche nach einem guten Restaurant… Es ist Nationalfeiertag und wir irren etwas in der Altstadt herum. Gar nicht so einfach, noch ein Lokal zu finden, dass bieten kann, was wir erwarten;  Es sollte cool sein und ein wenig speziell, natürlich ein schönes Ambiente bieten, leckeres Essen und  dann noch ein bisschen trendig… 🙂 So stehen wir ein wenig verloren vor einem unscheinbaren Gebäude mit einer kleinen Speisekarte herum. Glücklicherweise „ertappt“ uns dabei ein Passant und meint, in die Höflibeiz müssen wir unbedingt rein. Die gebe es nur temporär während 5 Wochen. Gesagt, getan- und absolut nicht bereut!!!

Ambiente und Drinks 😉

Und dann erst das Essen!!!!

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The Coole Poole. Würziges Poulet Steak auf Rüebli-Orangen-Püree mit hausgemachten Country Cuts. Jamm!!
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Auch nicht schlecht; Hawaiian Poke Bowl. Lauwarme Reisbowl mit mariniertem Tuna, Mango, Gurke, Rdisli, Avocado und Knusperzwiebeln an Erdnussdressing
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Der Wahnsinn! Cocoloco. Ananas-Chutney im Kokosschaum

Die Höflibeiz hat ein sehr cooles Konzept und wer zur richtigen Zeit in Chur ist, sollte sich das ganze also nicht entgehen lassen. Super Essen zu angemessenen Preisen. Wer mehr darüber erfahren möchte findet hier weiter Infos.

Brambrüesch – und die älteste Gondel, in die ich je eingestiegen bin

Wir bleiben bis zum 02. August in Chur und wollen noch auf den Churer Hausberg. Sehr zu empfehlen und eine abenteuerliche Sache. Im Internet haben wir bereits gelesen, es handle sich dabei um „eine technisch veraltete und riskante Bahn“.. Ok?! Wir denken uns, wir sind in der Schweiz, hier wird alles zigmal gewartet und sooo schlimm kann es ja dann auch nicht sein….

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Wunderbarer Ausblick auf Chur

Zuerst gehts hoch mit einer also sehr modernen, grossen Gondel. Hmm, da hat wohl jemand etwas übertrieben… Bis wir dann bei der Mittelstation in die zweite Gondel einsteigen ;-)…

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sieht doch ganz ok aus…
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Und dann kommt die 4er Gondel 🙂 Schon etwas in die Jahre gekommen. Aber hei, erinnert mich stark an die Männlichenbahn in Grindelwald 🙂

So schlimm war’s also nicht. Wir sind in Bergün bereits mit einem relativ alten 2er Sesseli-Lift gefahren, da wurde uns beim Runterfahren schon etwas mulmig zumute. Von daher – alles halb so wild bei der Brambrüesch-Bahn. Und es lohnt sich! Das Gebiet ist wunderschön.

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Hier lässt sich’s gut wandern

Wandern für Fortgeschrittene

Tja, wir sind in den Bergen. Und wenn da was von schönem Aussichtspunkt und „nur“ 1.5 h Wanderzeit steht, dann sollte man evt. auch das Höhenprofil noch einmal kurz anschauen. Wir haben geplant (aber eben nicht wirklich gut….;-) eine lockere, gemütliche Wanderung zu machen und haben uns daher für die Wanderung zu den Spundisköpfen entschieden. Tja… Es geht einfach nur STEIL BERGAUF!!!!! Merci Sarah für die Motivationshilfen 😉 Und wir sind immer noch froh, haben wir uns doch für Wanderschuhe entschieden und sind nicht in den Flipflops losgelatscht… 🙂

Und der Ausblick ist die Mühe wirklich wert. Weit und breit keine anderen Touristen und die Aussicht fabelhaft!

Chur ist definitiv auch eine Reise wert und hat mehr geboten, als wir erwartet haben!

Merci Sarah, hast du mich auf dieser Reise begleitet 🙂

 

 

 

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