… und ringsherum durch den Kanton Uri und die Wiege der Schweiz…

Einmal mehr bin ich mit meiner Schwester Monika unterwegs. Zusammen werden wir uns zu den Wurzeln der Schweizerischen Eidgenossenschaft begeben, werden die Wiege der Schweiz besuchen, den Rütlischwuur schwören und uns einmal auf dieser Reise so richtig betrinken… Natürlich nicht geplant, aber die Urschwizer sind nun mal ein durch und durch geselliges Volk. Und so feiern wir auf dieser Reise also unsere wunderschöne Schweiz, tauchen ein in die Kantone und etwas in die Geschichte der Vierwaldstätten Uri, Schwyz (Unterwalden mit Ob- und Nidwalden hatten wir bereits). Und weil es so nah ist, besuchen wir auf dieser Tour dann auch gleich noch Glarus.
Ich werde ab und zu verwirrt sein mit den Kantonsgrenzen, denn diese sind hier wieder einmal fliessend und zuweilen für Nichteinheimische kaum auseinanderzuhalten. Aber nicht für nichts habe ich Monika dabei. Denn sie kennt sich – im Gegensatz zu mir- schon etwas aus 🙂
Ab aufs Rütli

So beginnt es also! Ab aufs Rütli. Geschichtlich bringen wir Gessler, Wilhelm Tell, Walterli und den Apfelschuss noch zusammen. Aus unserer Jugend erinnern wir uns aber auch noch ans Cabaret Marcocello und können uns kaum erholen, als wir uns den Sketch über Wilhelm Tell anschauen. Wer sich geschichtlich auch nicht mehr über alle Einzelheiten sicher ist, dem empfehle ich den wunderbaren YouToube Sketch – Wilhelm Tell 🙂 Ein echter Klassiker!
Wer es lieber etwas ernsthafter mag, hier zum Nachlesen;

Ab Brunnen (Kanton Schwyz) bringt uns das Schiff „Flüelen“ in nur 10 Minuten aufs Rütli, in die Urner Gemeinde Seelisberg. Das Rütli ist nur zu Fuss über Seelisberg oder eben via Schifffahrt ab Brunnen zu erreichen.

Der Rütlischwuur
Wir haben Glück, und das Rütli liegt noch völlig unberührt und touristenfrei vor uns. Und natürlich schwören wir feierlich den den Rütlischwuur auf dem Schwurplatz;

Wie finden so viele Leute Platz auf der kleinen Wiese?
Und ganz ehrlich, ein Wegweiser für die Rütliwiese ist gar nicht so blöd. Diese ist erstaunlich klein und wir wundern uns, wie so viele Leute am Nationalfeiertag hier jeweils Platz finden um der 1. Augustrede zu lauschen. Im Fernseher sieht dies also immer grösser aus 🙂


Voller Nationalstolz!
Im nahe gelegenen Restaurant stossen wir grad ein bisschen voller Nationalstolz auf unsere schöne Heimat an, passend mit einem „Gessler-Wein“. Ein leckerer Rosé, denn wir sehr empfehlen können 🙂
Mit dem Schiff geht’s den selben Weg wieder retour nach Brunnen, wo wir am selben Tag den Kanton Schwyz und danach auch Glarus besichtigen. Mehr Infos über diese beiden Kantone gibt’s in den nächsten beiden Blog-Beiträgen. Erst am Abend sind wir dann wieder im Kanton Uri und am nächsten Tag in Altdorf.
Die grösste Alp der Schweiz und eine etwas andere Art, eine Kantonsgrenze festzulegen…
… weiter geht’s also mit Uri;
Wir sind gegen Abend von Glarus über den wunderschönen Urnerboden, welches die grösste Alp der Schweiz ist, bis zum Klausenpass, unserem Übernachtungsort, weitergefahren. Speziell bei der Kantonsgrenze von Uri und Glarus ist, dass diese nicht direkt auf der Passhöhe des Klausenpasses gezogen wurde. Was eigentlich normalerweise der Fall ist. Die Grenze beginnt eben schon viel früher. Und um eben diese Tatsache rankt sich eine witzige Legende, wonach 2 Läufer beim ersten Hahnenschrei in den jeweiligen Kantonshauptorten losrennen sollten. Wo sie sich träfen, da wäre die Grenze. So versuchten beide Kantone, ihre Hähne zu einem frühen „Kikeriki“ zu bewegen. Mit viel oder wenig Futter. Nachlesen kann man die Legende hier.
Auf der Klausen-Passhöhe – eine schiefe Nacht
Wir übernachten auf der Klausenpasshöhe. Das Hotel selber ist so alt, dass es schief ist und man nicht so recht weiss, ob die Böden und Wände wirklich noch halten.. Da bin ich doch etwas beruhigt, dass die Feuerleiter genau bei unserem Fenster ist ;-). Nein, so schlimm ist es nicht, aber doch alt genug, dass es nächstes Jahr neu gebaut werden soll. Also freuen wir uns, können wir hier noch im Original Hotel übernachten

Die geselligen Urner und der gefährliche Blauburgunder..
Das Essen ist auch hier sehr lecker und da Monika das halbe Hotel kennt, landen wir rasch am Stammtisch und bleiben dort hocken bis 02.00 Uhr morgens… Am Zustand von Nüchtern leider schon lange vorbei und natürlich nicht mehr an die vielen Kurven der Passstrasse gedacht, die morgen vor uns liegen werden….

Hallo Altdorf!
Tja, ganz ehrlich…? So richtig fit und in entdeckerlaune bin ich am nächsten Tag nicht. Ich staune ab Monika, die fit wie ein Turnschuh neben mir steht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich stolz auf sie oder eher etwas besorgt sein sollte 😉
Nachdem wir die gefühlten tausend Kurven der Passstrasse hinter uns gebracht haben ( und der Brünig liegt immer noch vor uns!), erreichen wir schliesslich Altdorf. Das allerwichtigste, was es hier zu sehen gibt ist: Jawohl! Das Tell-Denkmal. Leider ist es nicht ganz so verkehrsfrei hier, fotografieren ohne ein Auto drauf ist gar nicht so einfach.


General Suworow
Ja und dann schlendern wir durchs Dörfli und schauen uns die härzigen Häuser, Sehenswürdigkeiten und Lädeli an. Etwas Restenergie ist also doch noch übrig. Und immer wieder begegnen wir dem Namen Suworow. Wem das wie Monika und mir bis heute auch nicht viel gesagt hat; Er war ein Russischer General der innerhalb von 12 Tagen 7 Schweizer Pässe überquerte.. Nicht etwa alleine, sondern mit einer ganzen Armee im Schlepptau, 21’000 Mann zu Beginn. Hier gibt’s die Kurzinfo zu Suworow.
Und was wir sonst noch so gesehen haben, bevor wir in Flüelen im Mc Donalds ein paar Pommes Frites essen mussten…. 😉





Und ab nach Hause über den Brünig! Oje!