Glarus

Läck, ist die Schweiz einfach schön!!!

Schon die Anfahrt in den Kanton Glarus und den gleichnamigen Kantonshauptort über den Pragelpass und durchs Klöntal  ist spektakulär! Und da liegt er plötzlich vor uns; der Klöntalersee! Tja, Glarus gefällt mir auf Anhieb!

Heute scheint alles etwas mystisch, dicke Nebelschwaden kriechen die Hänge empor und geben den Blick frei auf diese ziemlich wilde Landschaft. Dörfer sucht man hier vergebens. Und die Strasse ist nichts für Anfänger, dafür umso beliebter bei Töff-Fahrern und Töfli- Fahrern in den Mitdreissigern.. Das wäre auch was für mich.

Klöntalersee, Glarus
Wunderschöner Klöntalersee

Versteckter Geheimtipp? Und dann kam der Hartmann…

Tja, wen erstaunt’s?; ich mit meinem Fensterplatz in Geografie habe bis vor ein paar Tagen noch nie von diesem Tal oder vom dazugehörigen See gehört. Und ohne die Kombination Schweizweit-Projekt und Monika wäre dieses Gebiet wohl noch lange nicht auf meinem Kompass aufgetaucht. Für mich ein versteckter Flecken Erde. Würde ich so eine Szenerie im Ausland sehen, würde ich all meinen Freunden eine Postkarte davon schicken, weil es so schön ist! Aber doch kein Geheimtipp mehr, wie ich ein paar Tage später feststelle muss. In der Wiederholung der SRF1 Sendung „Wunderland“ besteigt Nick Hartmann fest entschlossen die beiden Mythen im nahen Kanton Schwyz nur um kurz darauf bei Eiseskälte einen Sprung in den Klöntalersee  zu wagen. Gut, so versteckt und „geheimtippmässig“ ist der See also doch nicht mehr.. Nur weil ich noch nie etwas davon gehört habe, muss dass ja nicht für die Mehrheit der Bevölkerung gelten..

Kaffe, Kuchen, Aussicht und Anfahrt habe ich aber trotzdem in vollen Zügen genossen 😉

Klöntalerseee_Glarus
Kaffe und Mandelgipfel- Halt im touristenfreien Klöntal! Hach, so schön!

Glarus, der Mönch Fridolin und die Läderach- Schoggi

Wäre es Ihnen aufgefallen? Mir nicht. Aber wieder was dazu gelernt. Das Wappen von Glarus zeigt den heiligen Fridolin. Leider gab’s auch in Glarus keine öffentliche Stadtführung, dafür habe ich im Verhältnis zur Grösse des Dorfes sensationelles Informationsmaterial auf dem Touristenbüro erhalten! Also schon nur die Info-Broschüren sind einen Abstecher ins Touri-Büro in Glarus wert! Und ganz nebenbei fungiert dieses auch noch als Souvenier- und Spezialiätenladen, man kann sich hier also sensationell mit allem mehr oder weniger Überlebenswichtigem für so eine Unternehmung eindecken!

Vis a vis trifft man auch gleich noch auf die super leckere Läderachschoggi. Im Kanton Glarus (Ennenda) befindet sich nämlich der Hauptsitz der leckeren Schokoladen-Fabrikation.

Ein kurzer „Stadt“-rundgang

Die nette Dame auf der Touri-Info empfiehlt uns einen kurzen Rundgang durchs Dorf und den Aufstieg zu einer kleinen Kapelle, von welcher aus man eine wunderbare Aussicht über Glarus habe… Gesagt, getan. Wir sind ziemlich fix am „Fusse des Hügels“ der Kapelle, und schwieriger als der Aufstieg gestaltet sich die Suche nach dem Zugang zum Hügel.. Hmmm, kann denn das so schwierig sein?

Wir wollen uns schon durch die „Rebhänge“ durchkämpfen (man sollte sich den Hügel jetzt nicht allzu gross vorstellen, dass da Reben dran wachsen ist bewundernswert), als wir dann doch beschliessen, den Hügel zuerst einmal zu umrunden und zu schauen, was denn da noch kommen mag. Und siehe da; Weg gefunden. Mit Katze:

Glarus
Katzenpfade…
Glarus
Kleine Kapelle auf dem Burghügel

Von der Anhöhe aus geniesst man einen tollen Blick auf Glarus. Das Dorf liegt Schachbrettartig vor uns. Weshalb schachbrettartig? Ja, auch Glarus hat – man glaubt es kaum- einmal lichterloh gebrannt. Und zwar im Jahre 1861. Die Hälfte der Einwohner wurden obdachlos und wegen des Föhns hat sich der Brand rasend schnell ausgedehnt. So dass der Schein des Feuers sogar noch in Basel bis weit über den Bodensee hinaus sichtbar gewesen sei.

Was es sonst noch über Glarus zu wissen gibt.

Zugegeben; Auch Glarus selber hat man relativ rasch gesehen. Es betitelt sich ja auch als „die kleinste Hauptstadt“. Aber wie schon so oft erlebt; je kleiner der Hauptort, desto mehr hat die weitere Umgebung zu bieten. Und eben, zurück zu Glarus;

  • Glarus hat ebenfalls noch eine Landsgemeinde
  • Die letzte „Hexe Europas“, Anna Göldi, wurde im Jahre 1782 in Glarus mit dem Schwert hingerichtet
  • In Glarus habe ich die einzige Kirche gesehen, die mit einer frei zugänglichen Kaffeemaschine ausgestattet ist.N

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