Genf

In der „Hauptstadt des Friedens“

Genf! Da kommt mir spontan neben all den internationalen Organisationen natürlich der Jet d’eau in den Sinn. Das Wahrzeichen der Stadt Genf. Und dann eine ewig weit zurückliegende und verblasste „Stadtschulwoche“ in der 10. Klasse im Jahr 2001 (ja, sowas haben wir früher gemacht). In diesem Zusammenhang ist bei mir ein sehr eindrucksvoller Besuch im Museum beim IKRK (Internationales Komitee vom Roten Kreuz in Erinnerung geblieben. Eine Besichtigung empfehle ich unbedingt wenn die Zeit reicht. Hier der direkte Link zum Museum.

Was mir an der Stadt Genf sehr gefallen hat; trotz ihrer internationalen Präsenz und Grösse überrascht sie mit Charme, versteckten Winkeln und Gemütlichkeit. Einerseits trumpft Genf mit weltweit bekannten Institutionen wie dem Sitz der Vereinten Nationen oder eben des IKRK’s und dem CERN auf,  und auf der anderen Seite ist hier die liebliche und beschauliche Altstadt und die wunderschöne Promenade am Ufer des Genfersees.

Genf, Promenade
Blick frühmorgens auf den Hafen in Genf

Tja.. wo soll man da nur anfangen? Bei der Recherche zum Genf-Besuch wird schnell klar; es gäbe- wie in den anderen grossen Hauptorten der Schweiz auch- unglaublich Vieles zu sehen, zu tun und zu entdecken. Ein Tag reicht wie bereits gewohnt in keiner Weise aus, um dieser Stadt auch nur annähernd gerecht zu werden. So beschränke ich mich also auf einen ersten „groben“ Überblick und die absoluten Highlights.

Frühstücksfahrt! Brunch im Zug

Die Anreise nach Genf ist aus dem Berner Oberland ziemlich lang (rund 3 Stunden) und bietet sich daher perfekt für ein leckeres Frühstück mit wunderbarer Aussicht auf den Genfersee an.

Genf
Dank GA ein kostenloses Frühstück im Bordrestaurant der SBB! Danke liebe SBB 🙂

Günstig unterwegs dank Geneva Pass

Ich bin früh aufgestanden heute. Um 09.20 liegt Genf noch ziemlich ruhig da. Nur 2 Gehminuten vom Bahnhof entfernt hinunter in Richtung Rhone (ja genau, diese mündet in den Genfersee, fliesst hindurch und verlässt dann die Schweiz. Gemäss Wikipedia benötig die sie aber 11.4 Jahre um durch den Genfersee zu gelangen!!) liegt ein fantastisches Tourismusbüro. Hier wird man – glücklicherweise auch auf Englisch- mit den wichtigsten Infos fürs Sightseeing ausgestattet.  Mein Tipp für einen Genfbesuch: Den Geneva Pass für CHF 26.- / Tag. Den gibt’s auch vergünstigt für mehrere Tage und bietet enorm viele Gratis- Eintritte sowie Benutzung der touristischen Minizüge oder Teilnahme an Stadtführungen und vieles mehr.

Must see! Der Jet d’eau

Aber zu allererst geht’s direkt zu Fuss zum Jet’deau. Auch dieser ist innert 10 Minuten ab HB erreichbar.

Genf- Jet d'eau
Der Jet d’eau- Das Wahrzeichen von Genf

Wissenswertes über den Jet d’eau

  • Der Wasserstrahl erreicht eine maximale Höhe von 140 m
  • Das Gewicht des herunterfallenden Wassers beträgt 8 Tonnen!
  • Der Jet d’eau läuft nur bei gutem Wetter und bei weniger als 25 km/h Windgeschwindigkeit

Mehr über die Geschichte des Jet d’eau und was seine Entstehung mit dem Wachstum der Stadt zu tun hatte erfährt man auf der Seite Houseofswitzerland

Überblick verschaffen mit dem Minizug

Mein Plan; Am Vormittag will ich mir mithilfe der vielen Minizüge auf unterschiedlichen Routen einen Gesamtüberblick über die Stadt verschaffen. Auf der Place du Rhône fahren diese regelmässig ab und erzählen viel Wissenswertes rund um die Stadt via Audioguide. Weiter Infos zu den Minizügen in Genf findet man hier: Infos und Routen Minizüge Genf

Genf- Sightsseing
Sightseeing Tours Genf hat mehrer Minizüge und Routen, um die Stadt auf gemütliche Weise zu erkunden

Meine erste Route führt mich entlang der Seepromenade, vorbei an der bekannten Blumenuhr (als Symbol für die Uhrenindustrie) und erneut am Jet d’eau, direkt hinauf an die „Goldküste“ des Genfersees, wo viele Stars hinter dicken Hecken in schönen Villen den traumhaften Blick über den Genfersee geniessen.

 “ Frankenstein“ wurde in Genf geboren…

Auf der Tour erfahren wir viel Spannendes. So zum Beispiel auch, dass die berühmte Geschichte „Frankenstein“ in einem der Anwesen hier in Genf, in der Villa Diodati, an einem regnerischen Wochenende von Mary Shelley geschrieben wurde. Sie traf sich hier mit ein paar anderen Schriftstellern. Bei einem Wettbewerb darum, wer die „gruseligste“ Geschichte schreiben könne, gewann ganz eindeutiger ihr „Frankenstein“. Hier ist die Geschichte zur Villa Diodati und Mary Shelley nachzulesen.

Ab ins „Internationale Genf“

Es heisst aus- und gleich wieder einsteigen. Kurzer Minizugwechsel an der Place du Rhône und schon brausen wir auf der gegenüberliegenden Seite des Genferseebeckens in den internationalen Teil von Genf zu. 140 Banken (!) sind in Genf ansässig. Das muss man sich mal vorstellen. Eine unglaubliche Zahl. Daneben passieren wir das IKRK, die UNO, den „Broken Chair“ und viele weitere mehr oder weniger bekannte Institutionen und Quartiere. Zu viele zum Aufzählen, unbedingt selber hingehen und sich schon nur dafür 1 Tag Zeit nehmen! 🙂

Mittagessen in der Altstadt

Nach so viel Gesehenem, dem vielen Herumfahren und mit vollem Kopf aber leerem Magen laden viele schöne Cafés und Restaurant in der Altstadt zu einem gemütlichen Mittagessen ein. Die Auswahl ist gross, der Hunger eigentlich noch nicht so, aber die Portionen lassen in keiner Weise zu wünschen übrig.. Ja dann: Bon Appetit!

Lecker Essen in Genf
Lecker Mittagessen in Genf. So gross sind hier die Vorspeisen! 🙂

Schlendern durch die grösste Altstadt der Schweiz

Irgendwo habe ich gelesen, dass die Spatzen in diesem warmen Sommer weniger Nahrung finden als sonst und man dieses Jahrs bereits sehr viele abgemagerte Spatzen aufgepäppelt hat. Ich treffe auch überall auf die kleinen Vögel, aber zum Glück sehen die noch putzmunter aus und streiten sich um die Badestelle am Brunnen. Spatzen und weitere Impressionen der Altstadt;

Das ist mal eine Aussicht! Kathedrale St. Peter (Saint-Pierre)

Die Kathedrale St. Peter ist ein absolutes MUST! Wie gewohnt schon nur der Aussicht von der eben sogenannten Aussichtsplattform wegen. Die darf man keinesfalls verpassen. Die Kathedrale liegt im Herzen der Altstadt, gefühlt am höchsten Punkt. 157 Stufen führen hoch zu mehreren Türmen und Plattformen, so dass man praktisch einen 360° Ausblick über Genf geniessen kann. Der Schweiss für die vielen Stufen lohnen sich, das Panorama ist einfach Fantastisch! Und ganz nebenbei ist die Kathedrale auch von innen sehr schön, insbesondere die Makkabäer-Kapelle sucht ihresgleichen. Der Aufstieg zu den Türmen kostet CHF 5.-, mit Geneva Pass ist der Zutritt gratis.

Und nach der Innenansicht darf natürlich die Aussicht nicht fehlen!

Genf
Blick über die Stadt, den Jet d’eau immer in Sicht
Genf
Aussicht auf den „internationalen Teil“ von Genf

Treiben lassen und darüber nachdenken, was ich alles verpasst habe….

Nach so viel Aussicht und Rundumsicht lasse ich mich langsam retour durch die Altstadt zum Bahnhof treiben. Es hätte noch soo viel zu tun und zu sehen gegeben. Was ich ein nächstes Mal unbedingt noch machen möchte;

  • mit den Wassertaxis („Muettes“ genannt) von einem Ufer ans andere schippern lassen (im Geneva Pass mit dabei)
  • Bei einer geführten Stadtbesichtigung „Walking-Tour“ mitmachen (hat zeitlich heute nicht gepasst)
  • Mit dem Schiff auf dem Genfersee herumkurven und das Leben von Wasser aus geniessen.
  • Das CERN besuchen! Schliesslich ist man nicht jeden Tag im grössten Physiklabor der Welt und beim Geburtsort des Web!
  • Mir einige der unzähligen Museen anschauen
  • Den längsten Weinbergwanderweg der Schweiz erwandern- natürlich immer mit einem Glas Wein in der Hand! 🙂
  • Einen Abstecher auf den nahe gelegenen Mont- Salève unternehmen, auch wenn dieser schon in Frankreich liegt

Gut, ich komme bestimmt nochmals wieder, und dann vorzugsweise mindestens nochmals 1 Woche! In Genf wird’s bestimmt nicht langweilig! Und zum Abschluss noch ein paar letzte Impressionen;

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